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Ochsenziemer für Hunde ‒ Das solltest du darüber wissen!

Ochsenziemer für Hunde ‒ Das solltest du darüber wissen!

Hat auch dein Hund ein starkes Kaubedürfnis? Damit nicht deine Sofas und Pantoffeln darunter leiden müssen, gibt es zahlreiche Produkte, welche sich gut als Kauwerkzeuge für Hunde eignen ‒ zum Beispiel die sogenannten Ochsenziemer.

Diese gehören mit zu den beliebtesten Kausnacks für Hunde. Doch warum ist das so? Und worauf sollte man beim Kauf und beim Verfüttern achten? Lies weiter und finde es heraus!

Was ist ein Ochsenziemer?

Hund frisst aus Schüssel

Beim Ochsenziemer handelt es sich um einen Kauartikel vom Rind. Es ist ein gedörrter Ochsenpenis, genauer: Die getrocknete Haut vom Penis eines Ochsen. Hunde lieben ihn als Kausnack. Der fertige Ziemer hat einen starken Eigengeruch ‒ das ist wohl auch der Hauptgrund, weshalb er von Hunden so geliebt wird.

Während man sie in einigen Geschäften nur in einer Länge von 80 cm oder 1 m findet, sind sie teilweise aber auch in kleinen, handlichen Stücken von 10 cm Länge erhältlich. Ihre Farbe ist entweder schwarz oder dunkelbraun.

Wie wird ein Ochsenziemer hergestellt?

Ein Ochsenziemer wird also hergestellt, indem die Haut vom Penis eines Ochsen gedörrt, also getrocknet, wird. Dazu muss allerdings zuvor die Haut gründlich gereinigt und dann gedehnt werden.

Während die Haut gedehnt wird, wird sie eingedreht. Dadurch entsteht eine festere Oberfläche. Nun erst wird die Haut getrocknet.

Ist der Dörrvorgang beendet, sind lange Riemen entstanden. Von der Konsistenz her sind sie recht zäh, weshalb der Hund lange mit dem Kauen beschäftigt sein wird.

Für was sind Ochsenziemer gut?

kleiner Hund, der an etwas kaut

Die meisten Hundehalter entscheiden sich dafür, ihrem Hund von Zeit zu Zeit den ein oder anderen Kausnack anzubieten. Vor allem Ochsenziemer sind dabei ein beliebtes Hundeleckerli, denn sie haben viele Vorteile.

1. Stillen des Kaubedürfnisses

Denn nicht nur, dass die Fellnase dadurch für eine Weile beschäftigt ist, du kannst damit das natürliche Beißverhalten deines Lieblings auch von Möbeln und Schuhen wegverlagern. Hunde verspüren nämlich häufig das Bedürfnis, an etwas herumzukauen ‒ und wenn kein geeigneter Kauartikel vorhanden ist, dann machen sie dies eben an Stellen, über die man als Hundehalter nicht unbedingt begeistert ist…

2. Stressabbau

Außerdem kann das viele Kauen am Ochsenziemer dem Hund dabei helfen, Stress und Frust abzubauen. Dadurch, dass der Vierbeiner sehr lange Zeit braucht, um kleine Stücke von dem Kauspielzeug abzubeißen, wird er sich stundenlang damit beschäftigen können und erlebt dabei immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis, wenn er ein Stück abgenagt hat.

Bei dem langen Kauspaß schüttet der Körper des Hundes Endorphine, also Glückshormone, aus. Dadurch wird der Vierbeiner nicht nur tiefenentspannt, sondern zudem auch zufrieden und glücklich.

3. Der Geschmack

Großer Pluspunkt ist, dass Ochsenziemer für Hunde sehr schmackhaft sind. Gibst du ihm hin und wieder eines dieser Kauwerkzeuge, kannst du deinem Vierbeiner also eine große Freude machen!

4. Zahnpflege

Und das ist noch nicht mal alles: Ochsenziemer eignen sich als Kausnack auch gut für die natürliche Zahnreinigung des Vierbeiners. Denn durch ihre harte und zähe Konsistenz sowie das lange Kauen werden Plaque und Verunreinigungen entfernt. Dies ist eine tolle Vorbeugung gegen die Bildung von Zahnstein und der Entstehung von einer Zahnfleischentzündung.

Zudem wird die Durchblutung vom Zahnfleisch angeregt und die Kaumuskulatur des Vierbeiners wird dabei trainiert. Und was man in Anbetracht des unangenehmen Geruchs der Ziemer vielleicht gar nicht vermuten würde: Auch der Mundgeruch des Hundes kann durch das lange Kauen reduziert werden.

Ist Ochsenziemer gesund für Hunde?

Hund kaut sein Leckerli

Grundsätzlich ist der Ochsenziemer ein gesunder Kausnack für Hunde. So besteht er vor allem aus Proteinen, nämlich zu etwa 80 Prozent. Dies ist gut, da Hunde recht eiweißreich ernährt werden sollten.

Damit geht allerdings auch ein Problem einher. Denn eine zu hohe Menge an Eiweiß kann Nierenschäden beim Hund verursachen. Aus diesem Grund solltest du nicht mehr als zwei bis drei Ochsenziemer pro Woche an deinen Vierbeiner verfüttern.

Und selbstverständlich ist der Ziemer nur als kleiner Snack für zwischendurch zu sehen. Denn er stellt lediglich eine Ergänzung im Speiseplan deines Hundes dar, und sollte niemals das herkömmliche Hundefutter ersetzen.

Ist Ochsenziemer sehr fett?

Nein, Ochsenziemer haben einen sehr geringen Fettgehalt. So bestehen sie größtenteils aus Eiweiß und sind sehr kalorienarm. Aus diesem Grund kannst du sie auch deinem Hund, wenn er an Übergewicht leidet, ohne Bedenken als Leckerli zu fressen geben. Auch für trächtige Hündinnen ist der Hundesnack geeignet.

Welche Ochsenziemer soll ich kaufen?

Hund liegt auf dem Gras und kaut an seinem Leckerli

Bist du nun auf den Geschmack gekommen und möchtest auch deinem vierbeinigen Liebling die schmackhaften Kausnacks nicht vorenthalten? Dann musst du nur noch Ochsenziemer kaufen.

Dazu musst du dich entscheiden, welche Länge sie haben sollen. Weil sie so zäh sind, wirst du dich vermutlich schwertun, die Ochsenziemer zu zerschneiden. Aus diesem Grund solltest du sie in der Länge kaufen, in der du sie auch an deinen Vierbeiner verfüttern möchtest.

Bei mittelgroßen und großen Hunden kannst du eigentlich nichts falsch machen, wenn du ihnen einen Ochsenziemer in einer Länge von etwa 35 cm verfütterst. Damit wird dein Vierbeiner mit Sicherheit eine Weile beschäftigt sein.

Außerdem solltest du natürlich auf die Qualität des Ochsenziemers achten. Schließlich möchtest du deinem vierbeinigen Liebling sicherlich keinen Kausnack aus minderwertigem Fleisch verfüttern.

Am besten ist es darum, wenn der Artikel aus Fleisch hergestellt wurde, das aus artgerechter, biologischer Haltung stammt. Denn bei einem derartigen Naturprodukt kannst du dir sicher sein, dass es weder Antibiotika noch Umweltgifte enthält. Auch wurde bei der Verarbeitung auf künstliche oder chemische Zusatzstoffe verzichtet. Wenn du ein 100 prozentig naturbelassenes Produkt wählst, ist der Ochsenziemer auch eine tolle Ergänzung des Speiseplans beim Barfen.

Einen minderwertigen Ochsenziemer kannst du zum Beispiel daran erkennen, dass er nicht nur sehr dünn ist, sondern man ihn auch leicht biegen kann. Ist er hingegen hochwertig, erkennst du dies unter anderem daran, dass er stabil und schwer ist.

Zudem solltest du einen Geruchstest machen. Je schlechter er für dich riecht, desto lieber wird ihn deine Fellnase vermutlich mögen. Denn ein guter Ziemer vom Ochsen riecht für uns Menschen sehr unangenehm. Allerdings sollte der Geruch auch nicht zu extrem sein, da dies sonst ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Kauartikel feucht geworden und verdorben ist.

Wie kann ich die Ochsenziemer aufbewahren?

süßer Hund steht draußen auf dem Feld

Damit die Ochsenziemer möglichst lange genießbar sind, solltest du darauf achten, dass du sie luftdicht verpackt aufbewahrst. Dazu kannst du sie zum Beispiel in Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss geben. Im Anschluss drückst du die Luft heraus und schließt den Beutel.

Achtest du nicht auf eine luftdichte Verpackung, dann kann es passieren, dass die Kausnacks feucht werden. Und dann verderben sie sehr schnell. Ansonsten sind sie aber eine lange Zeit haltbar.

Aus diesem Grund ist es für viele Hundehalter die beste Lösung, Ochsenziemer in größeren Mengen zu kaufen. Denn nicht nur, dass man dann nicht ständig wieder welche im Handel kaufen oder online bestellen muss, durch die großen Mengen lässt sich auch einiges an Geld sparen.

Bei diesem Produkt hast du die Wahl zwischen verschiedenen Produktgrößen ‒ maximal kannst du hier ein Set von ganzen 100 Ochsenziemern bestellen.

Selbstverständlich solltest du, wenn du noch nie Ochsenziemer an deinen Vierbeiner verfüttert hast, zunächst einmal nur eine kleine Menge kaufen. Denn es kann durchaus sein, dass dein Hund diesen Kauartikel ablehnt, und dann wäre es wirklich ärgerlich, wenn du eine große Menge davon wegwerfen oder verschenken müsstest.

Was sollte ich sonst noch beim Verfüttern beachten?

Welpe sitzt draußen

Damit bei der Verfütterung der Ziemer von Ochsen nichts schiefgeht, solltest du noch die folgenden vier Tipps beherzigen:

1. Keine Verfütterung an junge oder alte Hunde

Zwar sind diese Kauartikel grundsätzlich auch für ältere Hunde sehr gesund, allerdings solltest du dennoch von einer Verfütterung an die Senioren unter den Hunden absehen. Denn meist sitzen die Zähne von älteren Hunden nicht mehr so fest. Weil ein Ochsenziemer aber nur mit sehr viel Einsatz der Zähne zerkaut werden kann, läuft dein Vierbeiner Gefahr, sich die Zähne auszubeißen.

Deswegen sind auch Ochsenziemer für Welpen nicht geeignet. Denn grundsätzlich dürfen sie die Ziemer aus Rinderhaut durchaus fressen, allerdings sind auch die Zähne von Welpen locker, wenn sie gerade den Zahnwechsel durchlaufen. In dieser Phase solltest du also besser auf die Verfütterung verzichten.

Möchtest du dennoch einen Kauartikel, der vom Rind stammt, an deine sehr junge oder alte Fellnase verfüttern, dann kannst du zu einer Alternative greifen. Weicher sind nämlich zum Beispiel Rindfleisch-Rolls oder Rinderpansen.

2. Lass deinen Hund nicht damit allein!

Außerdem solltest du dich stets im gleichen Raum aufhalten, wenn deine Fellnase am Ochsenziemer herumkaut ‒ vor allem dann, wenn dein Hund dazu neigt, sein Fressen gierig zu verschlingen. Denn manchmal schafft er es unter Umständen, ein großes Stück abzubrechen. Versucht er dann, dieses große, harte Stück im Ganzen herunterzuschlucken, kann er sich unter Umständen Verletzungen im Maul oder an der Lunge zufügen. Bleibt es stecken, droht sogar Erstickungsgefahr!

3. Wähle den richtigen Untergrund!

Da durch das lange Kauen der Speichelfluss angeregt wird, sabbern viele Hunde, während sie an dem Ochsenziemer herumkauen. Darum solltest du deinem vierbeinigen Liebling immer nur an den Stellen einen Kausnack geben, wo es nicht schlimm ist, wenn sich eine Pfütze auf dem Boden bildet ‒ also beispielsweise auf einem Fliesenboden.

Außerdem kann der Ziemer auffällige Flecken auf dem Boden zurücklassen, und vor allem ein Teppichboden kann einen unangenehmen Geruch annehmen. Hast du keinen Fliesenboden in deinem Haus, kannst du deinem Vierbeiner auch einfach eine Decke unterlegen.

4. Wähle die richtige Größe!

Im Hinblick auf die Länge der Ochsenziemer Abschnitte wählst du am besten die Größe, die bei der Größe deines Vierbeiners angemessen ist. So reicht bei einem kleinen Dackel eine Länge von 10 cm völlig aus. Bei mittleren bis großen Hunderassen sind Ochsenziemer von etwa 30 bis 45 cm Länge ideal. Hast du einen sehr großen Vierbeiner Zuhause, dann kannst du unter Umständen auch einen Ziemer wählen, welcher 80 bis 100 cm lang ist.

Wie oft Kausnacks für Hunde?

Hund naschen auf Kissen liegend

Grundsätzlich kann ein Hund jeden Tag einen Kausnack erhalten. Wichtig dabei ist aber, Abwechslung hineinzubringen und ihm nicht jeden Tag den gleichen Kauartikel zu verfüttern.

So kannst du deinem Vierbeiner etwa zweimal wöchentlich einen Ochsenziemer zu fressen geben. An den anderen Tagen kannst du deiner Fellnase zum Beispiel Kausnacks aus Schweineohren oder Putenhälsen verfüttern. Weitere beliebte Alternativen sind Rinderkopfhaut, Dörrfleisch, Rinderohren und Pansen-Kauknochen.

Fazit

Hund liegt im Gras und kaut Leckerei

Ochsenziemer sind der ideale Kausnack für Hunde, deren Zähne noch gesund und kräftig sind. So ist der Kauartikel nicht nur sehr geschmackvoll für Hunde, sondern der Vierbeiner ist damit auch stundenlang beschäftigt und bekommt dabei eine gute Zahnreinigung. Zudem hilft das Kauen ihm dabei, Stress abzubauen und hält ihn zudem von deinen Möbeln fern.

Durch seinen hohen Eiweißgehalt ist der Kauartikel nicht nur sehr gesund, sondern auch kalorienarm. Darum kannst du ihn ohne Bedenken an deine Fellnase verfüttern. Aber bitte nur, wenn du dabei bist ‒ denn ansonsten besteht Erstickungsgefahr!

Egal, für welche Kauartikel du dich letztendlich entscheidest, greife unbedingt stets ausschließlich zu einem Naturkauartikel. Denn du solltest deinem Hund nur Produkte verfüttern, welche keine Farb- und Konservierungsstoffe und auch keine anderen unnötigen Inhaltsstoffe wie Aromen enthalten.

Beachtest du all dies, steht dem ausgiebigen Kauspaß deines vierbeinigen Lieblings nichts mehr im Wege!

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