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Der Königspudel: Rasseportrait

Der Königspudel: Rasseportrait

Königspudel gehören, geht man nach dem Aussehen, zweifellos mit zu den beeindruckendsten Hunderassen. So ist nicht nur ihr Name majestätisch, sondern ihr gesamtes Auftreten.

Mittlerweile wissen immer mehr Personen die Vorzüge dieses Vierbeiners zu schätzen, weshalb man immer häufiger einem Königspudel auf der Straße, in Parks oder in einer Hundeschule begegnen kann. Möchtest auch du wissen, was alles für die Haltung eines Königspudels spricht?

Denn dieser stolze Hund, welcher teils sogar ein wenig arrogant wirken mag, kann so viel mehr als auf Hundeschauen präsentiert zu werden. Begehe keinesfalls den Fehler, diesen Vierbeiner auf sein Äußeres zu reduzieren. Lies weiter, um herauszufinden, was alles im Pudel steckt!

Warum heißt ein Königspudel so?

schwarz-weißer Königspudel

Dies kommt daher, dass er früher beim französischen Adel sehr beliebt war. So waren zahlreiche Königspudel im 17. und 18. Jahrhundert am Königshof Frankreichs anzutreffen. Damals wurden sie „Caniche Royal“ genannt.

Somit gilt auch Frankreich als das Ursprungsland des Königspudels.

Was ist der Unterschied zwischen einem Königspudel und einem Pudel?

Auch beim Königspudel handelt es sich um einen Pudel, die verschiedenen Pudelarten unterscheiden sich größtenteils nur im Hinblick auf ihre Größe und ihr Gewicht voneinander.

So ist der Großpudel der größte der Vierbeiner, dann folgen in dieser Reihenfolge der Kleinpudel, der Zwergpudel und, als kleinster Vertreter der Rasse, der Toy Pudel.

Neben Unterschieden in der Größe ist meist auch festzustellen, dass der Großpudel einen etwas ruhigeren Charakter hat als seine kleineren Verwandten. Dafür benötigt er aber – nicht zuletzt aufgrund seiner ausgeprägten Größe – mehr Bewegung.

Ist Großpudel und Königspudel das Gleiche?

Ja, Großpudel und Königspudel beziehen sich auf die gleiche Variante von Pudel. Die offizielle Bezeichnung des Vierbeiners ist Großpudel.

Wie groß ist ein Königspudel?

Der Vierbeiner erreicht eine Widerristhöhe von 45 bis 60 cm und zählt somit zu den großen Hunderassen. Die Größe von Rüden und Hündinnen weicht dabei nicht signifikant voneinander ab.

Trotz seiner recht stattlichen Größe erreicht der Großpudel nur ein relativ geringes Gewicht. So wird er üblicherweise nur 18 bis 30 Kilo schwer.

Wie sieht ein Königspudel aus?

Das Fell des Pudels ist fein gekräuselt und wollig. Er kommt in der Regel in drei verschiedenen Fellfarben vor: Neben dem weißen gibt es auch schwarze und braune Pudel. Zudem gibt es einige wenige Vertreter der Rasse in apricot, fawn, schwarz-weiß oder grau.

Der Pudel haart nicht, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sein Fell regelmäßig gekürzt werden muss. Dafür sollte es geschoren werden.

Es gibt zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, das Fell des Pudels zu scheren. Früher war die am weitestverbreitete Schur die Löwenschur. Heutzutage setzen sich aber die sogenannte Neue Schur und der Puppy Clip immer mehr durch. Für Hundeausstellungen ist die sogenannte Ausstellungsschur notwendig.

Der Vierbeiner zeichnet sich durch einen schlanken und athletischen Körperbau aus. Seine Rute trägt er hoch angesetzt. Er hat eine recht schmale Schnauze und Hängeohren.

Was ist der Charakter des Königspudels?

schwarzer Königspudel

Der Pudel zählt mit zu den intelligentesten Hunderassen. Gleichzeitig hat er einen stark ausgeprägten „will-to-please“, er möchte seinem Herrchen oder Frauchen also möglichst gefallen. Denn nichts macht ihn glücklicher, als von seiner Menschenfamilie mit Liebe und Anerkennung bedacht zu werden.

Dadurch ist der Vierbeiner auch gut für diejenigen Personen geeignet, welche bisher noch keine Erfahrung in der Hundehaltung und -erziehung sammeln konnten.

Gehörst auch du noch zu den Hundeanfängern, dann solltest du mit deinem Großpudel aber unbedingt eine Hundeschule besuchen, denn dort erhältst du viele wertvolle Tipps, welche euch das Zusammenleben erheblich erleichtern können.

Seine Charaktereigenschaften machen den Königspudel zu einem idealen Begleit- und Familienhund. Kindern ist er ein liebevoller Spielkamerad, und er geht achtsam mit ihnen um. So wird er der FCI-Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde zugeordnet. Auch ausgiebige Kuscheleinheiten genießt die liebe Fellnase sehr.

Die Menschen, die ihm am Herzen liegen, beschützt der Pudel selbstlos. Dabei geht er aber – anders als viele andere Hunderassen – niemals aggressiv vor, sondern setzt dabei ganz auf seine beeindruckende Erscheinung und seine Dominanz.

Lautes Bellen darf natürlich trotzdem nicht fehlen. Somit eignet er sich auch als zuverlässiger Wachhund, welcher seiner Aufgabe gewissenhaft nachkommt.

Er kann also die Aufgaben eines Wachhundes übernehmen, dennoch darf der enge Kontakt zu seiner Menschenfamilie nicht fehlen. Großpudel eignen sich keinesfalls für die Zwingerhaltung! Bei diesem nähebedürftigen und menschenbezogenen Hund gleicht diese Haltung Tierquälerei.

Wie viel Auslastung benötigt der Königsspudel?

weißer Königspudel vor einem See

Der Bewegungsdrang des Königspudels sollte vor dem Kauf auf keinen Fall unterschätzt werden, sonst erlebt man später vielleicht eine böse Überraschung. Denn der Vierbeiner ist extrem sportlich und benötigt dementsprechend viel Bewegung und Auslauf.

Einfache Gassirunden reichen dafür leider bei Weitem nicht aus. Ideal ist es, wenn du oder ein Mitglied der Familie regelmäßig Rad fährt oder joggen geht. Denn mit dem Pudel habt ihr dann einen neuen Begleiter, welcher begeistert bei der Sache ist.

Falls dies nicht der Fall ist, dann solltest du unbedingt Hundesport mit deiner Fellnase betreiben. Zahlreiche Hundesportarten sind für diese Hunderasse geeignet, wie zum Beispiel Obedience, Agility oder auch Hundefußball. Probiert am besten einfach mal mehrere Sportarten aus, um herauszufinden, was dir und deiner Fellnase den meisten Spaß bereitet.

Weil sie zudem – nicht zuletzt aufgrund ihrer Vergangenheit bei der Entenjagd – zu den Wasserhunden gezählt werden kann, wird sie Ausflüge zu einem See oder einem Fluss lieben.

Aufgrund seines klugen Köpfchens benötigt der Vierbeiner zudem sehr viel geistige Auslastung. Wird sein Kopf nicht ausreichend gefordert, dann wird sich der Königspudel schnell langweilen.

Und glaub mir, das willst du nicht. Denn dem Vierbeiner werden zahlreiche Möglichkeiten, wie er sich selbst beschäftigen kann, in den Kopf kommen. Aber diese werden dir eher nicht gefallen…

Aus diesem Grund solltest du ihm regelmäßig neue Dinge – zum Beispiel Kommandos und kleine Kunststückchen – beibringen, und sie ihn dann auch vorführen lassen.

Als Richtwert solltest du grob einplanen, dass der Großpudel täglich etwa 2 bis 3 Stunden aktiv beschäftigt werden sollte – normale Gassirunden zählen hier nicht mit.

Du siehst also: Du solltest sehr viel Zeit haben, dich mit deinem Vierbeiner zu beschäftigen, ansonsten solltest du den Kauf nicht einmal in Betracht ziehen. Am besten ist es natürlich, wenn du dir die Aufgaben mit anderen Mitgliedern der Familie teilen kannst.

Obwohl er so viel Bewegung benötigt, kann der Großpudel grundsätzlich dennoch auf recht geringem Raum gehalten werden. Wichtig ist nur, dass er jeden Tag ausreichend Zeit an der frischen Luft verbringen und sich auspowern kann. Dann wird er in den eigenen vier Wänden auch ein relativ ruhiger Hund sein.

Durch seine Intelligenz und seine Bereitwilligkeit zu lernen, ist der große Pudel zudem für zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben geeignet. So kann er als Blindenführhund, als Besuchshund, als Therapiehund, als Assistenzhund und sogar als Rettungshund und Leichenspürhund ausgebildet und eingesetzt werden.

Vorsicht vor Überforderung!

Ja, du hast richtig gelesen: Zwar benötigt der Großpudel sehr viel Beschäftigung und Auslastung, allerdings sollte man es auch nicht zu gut meinen. Denn es ist durchaus möglich, den Vierbeiner zu überfordern.

Durch seinen ausgeprägten Willen, seinem Hundehalter alles recht zu machen, wird es sich der Pudel in der Regel nicht anmerken lassen, wenn er mal dringend eine Pause benötigen würde. Aus diesem Grund musst du darauf achten, regelmäßig Pausen einzulegen und dafür zu sorgen, dass sich dein Vierbeiner dann auch ausruht.

Neben regelmäßigen Pausen bei Übungseinheiten empfiehlt es sich auch, dass du regelmäßig ganze Pausentage einlegst – also Tage, an denen vielleicht nur spazieren gegangen und etwas gespielt wird. Dies benötigt der Vierbeiner dringend zur Regeneration, und du wirst vermutlich auch froh darüber sein, es manchmal etwas ruhiger angehen zu können.

Ist ein Königspudel ein Jagdhund?

Der Pudel wurde früher für die Jagd eingesetzt, darum handelt es sich beim Königspudel genau genommen um einen Jagdhund. Heutzutage sucht man den Vierbeiner auf der Jagd aber vergeblich. Das Einzige, was noch auf die Vergangenheit des Hundes hindeutet, ist, dass er es liebt, zu apportieren.

Wie stark der Jagdtrieb beim Pudel ausgeprägt ist, lässt sich im Vorfeld nicht genau vorhersagen. Denn während er bei manchen Vertretern der Rasse fast nicht mehr vorhanden ist, haben andere einen so stark ausgeprägten Trieb zu jagen, dass unbedingt früh mit der entsprechenden Erziehung begonnen werden sollte.

Nur so kann man dem erfolgreich Einhalt gebieten und es besteht die Hoffnung, auch mal ohne Leine mit dem Vierbeiner spazieren gehen zu können.

Wie gestaltet sich die Fellpflege des Königspudels?ž

weißer Königspudel in einem Park

Das auffällige Haarkleid des Pudels bedarf einiges an Pflege. So solltest du es dir angewöhnen, deine Fellnase jeden Tag gründlich zu bürsten oder zu kämmen.

Da er nicht haart, sollte sein Fell regelmäßig gekürzt werden. Dies bedeutet, dass regelmäßige Besuche beim Hundefriseur notwendig sind.

Hast du darauf keine Lust, dann kannst du dir die Fertigkeiten auch selbst aneignen und die Haare deines vierbeinigen Lieblings selbst kürzen. Wichtig ist nur, dass er früh lernt, ruhig sitzenzubleiben, da du ihn sonst ernsthaft verletzen kannst.

Ist der Pudel für Allergiker geeignet?

Der Pudel gilt als der Allergikerhund schlechthin. Denn er verliert keine Haare, was für Personen, welche unter einer Hundeallergie leiden, der Idealfall ist.

Dennoch solltest du, wenn du oder ein Mitglied deines Haushalts eine Hundeallergie hat, vor dem Kauf unbedingt auf Nummer sicher gehen.

Das bedeutet, dass die betroffene Person einiges an Zeit mit dem Welpen verbringen sollte, um herauszufinden, ob von ihm wirklich keine allergische Reaktion hervorgerufen wird. Alternativ kannst du auch beim Tierarzt einen Test mit einigen Haaren des Vierbeiners durchführen lassen.

Gerade aufgrund dieses großen Vorteils, dass in der Regel auch Hundeallergiker einen Pudel halten können, gibt es neuerdings zahlreiche Designerhunde beziehungsweise Hybridhunde, also Mischlinge, bei welchen ein Elternteil der Pudel ist.

Beispiele hierfür sind der Labradoodle (Pudel und Labrador Retriever), Cockapoo (Pudel und English Cocker Spaniel), Cavapoo (Pudel und Cavalier King Charles Spaniel), Havapoo (Pudel und Havaneser), Yorkipoo (Pudel und Yorkshire Terrier), Aussiedoodle (Pudel und Australian Shepherd), Schnoodle (Pudel und Schnauzer), Maltipoo (Pudel und Malteser), Goldendoodle (Pudel und Golden Retriever), Boxerdoodle (Pudel und Boxer), Bordoodle (Pudel und Border Collie) und Bernedoodle (Pudel und Berner Sennenhund).

Wie lange leben Königspudel?

weißer Königspudel

Du hast Glück: Du wirst vermutlich sehr viel Zeit mit deinem Großpudel verbringen können, Vertreter dieser Rasse werden üblicherweise ganze 12 bis 16 Jahre alt.

Grundsätzlich handelt es sich beim Großpudel um einen sehr robusten Hund, welcher sich im Normalfall einer guten Gesundheit erfreut. Dennoch können bei ihm, wie bei den meisten anderen Hunden auch, rassetypische Krankheiten auftreten:

• Magendrehung. Wie viele große Hunde ist auch der Königspudel anfällig für eine Magendrehung. Dieser kannst du aber vorbeugen, indem du während und nach der Fütterung darauf achtest, dass dein Vierbeiner viel Ruhe hat. Nach der Nahrungsaufnahme sollte er sich erstmal eine Weile ausruhen können, wildes Toben ist tabu.

• Hüftgelenksdysplasie (HD). Zahlreiche große Hunderassen haben unter der HD zu leiden. Dabei handelt es sich um eine Instabilität im Hüftgelenk, welche zu Schmerzen und einem erschwerten Gang führt. Weil diese Krankheit unter anderem erblich bedingt sein kann, müssen die Elterntiere unbedingt auf eine Veranlagung zur HD getestet werden.

• Van Willebrand Disease. Bei dieser Krankheit ist die Blutgerinnung gestört.

• Ohrentzündungen. Dies ist das Resultat von einer übermäßigen Produktion von Ohrschmalz.

• Diltative Kardiomyopathie. Dabei handelt es sich um eine Herzerkrankung, welche zum Herzversagen führen kann.

• Malassezie-Dermatitiden. Diese Hefepilze kommen auch bei gesunden Hunden auf der Haut vor, doch bei erkrankten Vierbeinern vermehren sie sich unkontrolliert, was chronische Hautentzündungen zur Folge hat.

• Sebadenitis. Diese Immunerkrankung führt dazu, dass die Haare ausfallen.

Des Weiteren gilt unbedingt darauf zu achten, dass du ausschließlich hochwertiges Futter ohne unnötige oder gar schädliche Inhaltsstoffe an deinen Vierbeiner verfüttern solltest. Denn die falsche Ernährung kann auf lange Sicht zahlreiche gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Auch wenn der Königspudel vielleicht aufgrund seines Auftretens den Eindruck erwecken mag, sich für etwas Besseres zu halten, stellt er in seiner Ernährung keine besonderen Ansprüche. Du kannst einfach zu herkömmlichem Nass- oder Trockenfutter greifen und deine Fellnase wird es in der Regel mit Begeisterung verspeisen.

Der Großpudel eignet sich zudem zum Barfen. Diese Ernährungsweise hat den entscheidenden Vorteil, dass du hier einen ganz genauen Überblick darüber hast, was dein vierbeiniger Liebling zu sich nimmt. Schließlich stellst du die Barf-Rationen selbst aus rohem Fleisch, Knochen, Obst, Gemüse und Fetten zusammen.

Wie viel kostet ein Königspudel?

weißer Königspudel in der Natur

Möchtest du einen Königspudel Welpen bei dir aufnehmen, solltest du mit einem Preis von etwa 1.000 Euro für den kleinen Wirbelwind rechnen. Bei unseriösen Züchtern wirst du ihn natürlich billiger bekommen, doch glaub mir, das ist ein schlechter Deal. Denn die Tierarztkosten, die später auf dich zukommen werden, werden das vermeintlich Gesparte um ein Vielfaches übersteigen.

Während es kleinere Pudel Welpen relativ häufig gibt, ist die Suche nach einem Königspudel Züchter gar nicht mal so einfach. Schließlich sollte ja, wenn man einen Hundewelpen kaufen möchte, auch möglichst bald ein Wurf anstehen.

Möchtest du einen Großpudel kaufen, machst du dich am besten nach einem Züchter, welcher offiziell im VDH eingetragen ist, auf die Suche.

Denn dann kannst du davon ausgehen, dass es sich dabei um einen seriösen Züchter handelt, bei welchem das Wohl der Tiere im Vordergrund steht und sie nicht nur als eine Geldmaschine gesehen werden.

Der Welpe sollte über eine Ahnentafel verfügen und du solltest die Möglichkeit haben, die Elterntiere – vor allem die Hundemutter – zu besichtigen. Sind weder die Hundemutter noch der Deckrüde angeblich nicht anwesend, dann solltest du sofort Reißaus nehmen!

Zudem solltest du einen genauen Blick auf die Zuchtstätte werfen, welche einen – soweit es bei zahlreichen kleinen Welpen möglich ist – sauberen Eindruck machen sollte.

Es ist selbsterklärend, dass alle Vierbeiner einen gesunden, fitten und fröhlichen Eindruck erwecken sollten. Wenn sie übermäßige Scheu vor Menschen zeigen: Finger weg!

Außerdem sollte sich der Züchter die Zeit nehmen, dir Auskunft auf all deine Fragen zu geben. Er sollte dir bereitwillig die Nachweise zur Untersuchung der Elterntiere auf Hüftgelenksdysplasie geben.

Idealerweise interessiert sich der Züchter auch für dich und deine Lebensumstände – schließlich möchte ein seriöser Züchter, dass es seinem Hundenachwuchs gut gehen wird.

Bestenfalls sind die Großpudelwelpen zudem bereits geimpft, gechipt und entwurmt, wenn sie in dein Zuhause einziehen.

Was ist die Geschichte des Königspudels?

eine Gruppe Königspudel auf einem Boot

Zum ersten Mal erwähnt wurde der Vierbeiner unter der Bezeichnung „schöner Pudel“ im Jahr 1555.

Der Königspudel erfreute sich vor allem beim französischen Adel im 17. und 18. Jahrhundert einer großen Beliebtheit. Der Adel schätzte diese Vierbeiner als Begleiter für die Entenjagd. Denn sie waren sehr erfolgreich im Apportieren von geschossenen Enten.

Weil sie häufig ins Wasser springen mussten, um die Enten apportieren zu können, musste ihr Fell gekürzt werden. Denn die dicke Lockenpracht sog sich stark mit Wasser voll und wurde dadurch sehr schwer.

Dadurch entstand die bis heute beliebte Löwenschur. Für diese Schur müssen Bauch, Lenden und Hinterbeine des Hundes kahl geschoren werden. Im vorderen Bereich des Körpers blieben die Haare lang, damit sie den Vierbeiner vor der Kälte schützen konnten.

Diese Schur bedeutete ziemlich viel Arbeit, weshalb sich der Adel über kurz oder lang dazu entschied, den Königspudel nicht mehr für die Jagd einsetzen zu wollen.

Doch nun waren sie von den Vorzügen des Pudels bereits so angetan, dass sie den freundlichen Vierbeiner nicht mehr missen mochten. Dadurch verschob sich sein Aufgabengebiet im 19. Jahrhundert vom Jagdhund zum Familienhund.

Allerdings kam man dann auf die Idee, dass der Königspudel in kleiner ein noch viel besseres Bild abgeben würde – vor allem für die adligen Damen. Darum begann man nun mit der Zucht von kleineren Pudelrassen.

Aufgrund des beeindruckenden Äußeren des Königspudels wurde dieser dennoch nie ganz von den kleineren Varianten des Pudels verdrängt. Während der Pudel ursprünglich ausschließlich ein Hund der gehobenen Gesellschaft war, verbreitete er sich seit Ende des 19. Jahrhunderts auch immer mehr bei normalen Familien.

Bis sie heutzutage auf der ganzen Welt in vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken sind. Bereits im Jahr 1896 gründete man in München einen Pudelklub. Im Laufe der Zeit wurde der Spaniel mit eingekreuzt, um das Haarkleid des Pudels zu verbessern.

Fazit

Begegnet einem ein Königspudel auf der Straße, dann ist wohl eines der letzten Dinge, die einem in den Kopf kommen würden, dass es sich dabei ursprünglich um einen Jagdhund handelt – dem ist aber so. Mittlerweile wird der edle Vierbeiner allerdings nicht mehr für die Jagd, sondern als Familien- und Begleithund geschätzt.

Es handelt sich bei dieser Hunderasse um einen sehr umgänglichen Zeitgenossen, welcher seiner Menschenfamilie sein Herz schenkt und alles für sie tun würde.

Seine Vorzüge sind nicht nur, dass er Kindern ein liebevoller und unermüdlicher Spielkamerad ist, sondern dass er aufgrund seines Wunsches, einem alles recht zu machen, auch als Anfängerhund geeignet ist.

Du solltest nur dann in Erwägung ziehen, einem Großpudel ein neues Zuhause zu geben, wenn du bereit dazu bist, täglich – zusätzlich zu den Spaziergängen – 2 bis 3 Stunden für deinen Hund aufzubringen.

Auch Wind und Wetter sollten dann kein Problem dafür sein, denn es gilt unbedingt, den Bedürfnissen des großen Pudels gerecht zu werden.

So verspürt er nicht nur einen sehr starken Bewegungsdrang, sondern er zählt zudem zu den intelligentesten Hunderassen. Und dies hat zur Folge, dass auch sein Köpfchen gefordert werden muss, um keine Verhaltensauffälligkeiten hervorzurufen.

Vor allem verschiedenster Hundesport eignet sich für eine ausreichende körperliche und geistige Auslastung der Fellnase.

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